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Ein dramatisches Gedicht von Friedrich Schiller | Regie: Roger Vontobel | Premiere am 27. März 2010 | Schauspielhaus

Oh, der Einfall war kindisch, aber göttlich schön!

In Schillers „Don Carlos“ geraten Vater und Sohn, Mann und Frau, Sohn und Mutter, Freund und Freund aneinander, durcheinander – verstrickt in ein ­Geflecht aus Politischem, Familiärem, Idealistischem und Egoistischem. Don Carlos’ Drama: Er liebt seine Stiefmutter, die einst seine Braut war, jetzt seines Vaters Frau ist. Das Drama des Vaters, Philipp II.: In seiner Allmacht ist er allein. Die ihn beraten, könnten ihn verraten, die ihn lieben, könnten ihn betrügen. Der König braucht dringend „einen Menschen“ und glaubt, ihn im Marquis Posa zu finden. Posas Drama: Er „kann nicht Fürstendiener sein“. Don Carlos’ bester Freund vertritt eine höhere Idee, die Idee von Freiheit und Gleichheit. Aber auch Eitelkeit, Ehrgeiz und Stolz sind ihm nicht fremd. Er ist es, der eine aufwändige Intrige inszeniert, an deren Ende der Idee der Freiheit zum Sieg ­verholfen werden soll. Stattdessen jedoch kostet sie ihn und Carlos das Leben.

Regie führt Roger Vontobel, dessen Arbeiten in den letzten ­Jahren u. a. am Hamburger Schauspielhaus, an den Münchner Kammerspielen und am Schauspiel Essen zu sehen waren.

Dauer der Aufführung: 3 ¾ Stunden, eine Pause nach dem 3. Akt

Besetzung

Burghart Klaußner (Philipp der II., König von Spanien), Sonja Beißwenger (Elisabeth von Valois, Gemahlin von Philipp dem Zweiten), Christian Friedel (Don Carlos, der Kronprinz), Christine Hoppe (Prinzessin von Eboli, Dame der Königin), Matthias Reichwald (Marquis von Posa, ein Malteserritter), Thomas Eisen (Herzog von Alba), Christian Erdmann (Domingo, Beichtvater des Königs), Lore Stefanek (Der Großinquisitor des Königreichs / Ein Page der Königin), Emma Jantschew / Anna-Lena Kral (Infantin Clara Eugenia), Hans Diemer, Matthias Günther, Marcus Horn, Uwe Krauß, Michael Kuhl, Steffen Liebscher, Andreas-Christoph Müller, Peter Schwill, Stefan Tietz (Bedienstete)


Bühne Magda Willi
Kostüm Dagmar Fabisch
Video und Musik Immanuel Heidrich
Licht Michael Gööck
Dramaturgie Robert Koall